Die wichtigsten Erfolgsfaktoren professionellen Nachhaltigkeitsmanagements

Viele Unternehmen verkennen, dass Nachhaltigkeit eine strategische und kulturelle Herausforderung bedeutet. Diese können sie meistern, wenn sie sich gezielt mit den folgenden Aspekten auseinandersetzen:

1) „Nachhaltigkeit wollen“ — eine Frage der Haltung

Die am Shared Value orientierte Unternehmenspraxis ist untrennbar mit einer unternehmensweiten ethischen Haltung verbunden, die Vertrauen und Wertschätzung über kurzfristiges Profitabilitätsdenken stellt. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: Nachhaltigkeit muss und will der Profitabilität und dem Unternehmenserfolg dienen, sie muss dies aber langfristig tun! Der Konflikt zwischen Ethik und kurzfristigen Interessen ist indessen überall in der Wirtschaft und in der Gesellschaft gegenwärtig. Oft sind hoher Kosten- und Wettbewerbsdruck die Ursache. So kommt es, dass manche Top-Manager den raschen Vorteil oder einzelne Stakeholderinteressen höher gewichten als die Gesamtverantwortung des Unternehmens in der Gesellschaft und seine Reputation. Nachhaltigkeit muss als Haltung in den Unternehmensprinzipien und -strategien verbindlich verankert und vom Management vorgelebt werden.

2) „Nachhaltigkeit verstehen und planen“ — Zusammenhänge erkennen und Ziele setzen

Nachhaltigkeit ist eine komplexe Herausforderung, die eine sichere Analyse und die Definition der richtigen Ziele und Meilensteine erfordert. Welche Themen, welche Unternehmensbereiche sind aus der spezifischen Sicht meines Unternehmens für eine nachhaltige Geschäftspraxis besonders relevant? Welche Fortschritte sollen wir anstreben? Wie gehen wir konkret vor? Vermeiden Sie unzusammenhängende Einzelmaßnahmen! Machen Sie einen Plan! Entwickeln Sie ein schlüssiges Konzept mit spürbarem Mehrwert für alle externen und internen Zielgruppen und Stakeholder Ihres Unternehmens. Mit der nachhaltigen Ausrichtung Ihres Business können Sie hervorragend Ihre strategische Kompetenz demonstrieren.

3) „Nachhaltigkeit konsequent realisieren“ — eine Frage professionellen Nachhaltigeitsmanagements entlang der Prozesskette

Die notwendige 360°-Betrachtung erfordert den Mut, die Bereitschaft und die Fähigkeit, nicht nur bereichsübergreifend zu denken, sondern auch zu handeln. In diesem Sinne müssen alle Stufen und Einflussfaktoren der Prozesskette immer wieder auf den Prüfstand gestellt und verbessert werden. Um die Fortschritte auch messen und kommunizieren zu können, muss jedes Unternehmen seine spezifischen KPIs (Kennzahlen) festlegen. Nicht Lippenbekenntnisse, sondern nur die messbare und damit nachvollziehbare Ausrichtung der Unternehmenstätigkeit schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei Kunden, in der Öffentlichkeit und bei den Mitarbeitern.

4) „Nachhaltigkeit vorbereiten“ — eine Frage der Infrastruktur

Effizientes Nachhaltigkeitsmanagement erfordert klare Zuständigkeiten und Ressourcen, mit anderen Worten: eine feste organisatorische Verankerung im Unternehmen. Oft sind Flexibilität und rasche Managemententscheidungen gefragt, um die Prozessabläufe effizient und nachhaltig zu organisieren und unternehmensweit bei Mitarbeitern, Führungskräften und Geschäftspartnern ein Nachhaltigkeitsbewusstsein zu etablieren. Die Belange der Nachhaltigkeit brauchen daher Stimme und Einfluss. Auch Verstöße gegen Nachhaltigkeitsprinzipien — und unter Umständen auch reputationskritische Managemententscheidungen — müssen intern aufgezeigt und diskutiert werden. Zurecht haben die meisten großen Konzerne heute die Position des Nachhaltigkeitsmanagers weit oben im Verantwortungsbereich des Top-Managements angesiedelt.

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